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Vorläufige berbice-niederländische Rechtschreibung.

Wenn ein Wort nicht auf dem Selbstlaut vor dem letzten Mitlaut liegt, kennzeichne ich sie mit einem Akut. Ein hinteres /e/ kennzeichne ich mit einem Gravis. Fällt beides zusammen verwende ich einen Hatschek. Letzteres wird zwar, so weit ich weiß, in keiner anderen Sprache so gehandhabt, aber eigentlich soll es hier nur gleichzeitig einen Akut und einen Gravis darstellen. Ein /S/ kennzeichne ich immer auch mit einem Hatschek, obwohl es in den meisten Fällen nur ein /s/ ist, das vor /i/ so ausgesprochen wird. Ich mache das darum, weil es einpaar Ausnahmen gibt, wo das /s/ auch vor /i/ [s] lautet, und weil ein /S/ auch anderswo vorkommt. Deswegen ist die Schreibung so einheitlicher. Das mit dem /e/ könnte man mit Ausspracheregeln regeln, aber es ist einfacher einfach jedes hintere /e/ zu kennzeichnen.

Ich überlege mir außerdem, ob ich Substantive groß schreiben sollte, damit man sie von den Verben unterscheiden könne, die häufig gleich lauten.

Zu den Selbstlautfolgen habe ich mich schon ein anderes Mal geäußert:
https://warjapu.wordpress.com/2016/06/11/selbslautfolgen-im-berbice-niederlaendischen/

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Vorschlag für die Deklination von ‚laifs‘ für modernisiertes Gotisch.

Singular
Nom. hlaifs → léfs
Gen. hlaibis → léfes (léves)
Dat. hlaiba → léfe (léve)
Akk. hlaif → léf
Vok. hlaif → léf

Plural
Nom. hlaibos → léwus
Gen. hlaibê → léwi
Akk. hlaibam → léwen
Vok. hlaibans → léwens

Erläuterung.
Hlaif ist das Gotische Wort für Brot. Es entspricht dem Deutschen Laib. Die Erklärung zur gotischen Aussprache aus dem Codex Vindobonensis 795, der aus dem 9ten Jahrhundert stammt, Verschreibungen aus den gotischen Handschriften im Allgemeinen, und krimgotische Wörter wie schlipen für slepan, also schlafen weisen darauf hin, daß sich die Langvokale mit der Zeit geschlossen haben. Die Kurzvokale haben sich, wenn man nach dem Codex Vindobonensis 795 geht, geschlossen. In der dortigen Erklärung, ich habe sie aus Wilhelm Braunes Gotischer Grammatik, steht auch, daß ‹ai› als langes ‚e‘ zu lesen sei. Dieses lange ‚e‘ hätte den Platz von ursprünglichem langen ‚e‘ übernommen, das ja zu /i:/ geworden ist. Es ist ganz gewöhnlich, daß solche Veränderungen im Ganzen vor sich gehen. Es ist auch ein Beispiel in der Liste der Buchstabennamen zu finden, die zwar von dort stammt, die ich aber von Wikipedia kenne. Es ist der Name reda, der dort als *raida, mit der Bedeutung ‚Wagen‘ rekonstruiert wird. Ich kenne es aus dem Lateinischen als raeda. In deuschen Dialekten kommt das auch oft vor, daß aus /ai/ /e:/ geworden ist. Ich merke das an, um zu zeigen, daß es ein zu erwartender Lautwandel ist. An auar, das sich aus afar entwickelt hat, welches nach bedeutet, sieht man, daß sich /f/ zwischen Vokalen verändert hat. Ich nehme an, daß mit der Umschrift der Reibelaut /B/ gemeint war, also den Lautwert, den das lateinische  ‚v‘ inzwischen angenommen hatte. Das frühere /B/ allerdings, hat sich zwischen Vokalen zu /w/ entwickelt, wie man am Buchstabennamen geuua sieht. Wulfila hat noch ‹giba› geschrieben. Es bedeutet Gabe. Der Verfasser der Erklärung hat ‹u› und ‹uu› klar getrennt. Ob sich das aus /f/ entstandene /B/ inzwischen schon zu /v/ entwickelt hätte, weiß ich nicht, aber ich schreibe einfach ‹v›, gleich, wie es zu lesen wäre. Fürs Krimgotische hat Ogier Ghislain de Busbecq das ‚g‘ oft als ‹gh› geschrieben. Das könnte auf einen Reibelaut hinweisen. Aber im Holländischen, das zwar noch /G/ hat, ist das /B/ schon zu /v/ geworden. Man sieht also, es muß sich nicht parallel entwickeln. In der Einzahl habe ich das Paradigma ausgeglichen, weil die Formen mit ‚f‘ zusammengezählt häufiger vorkommen, also die mit ‚b‘, ebenfalls zusammengezählt. Das liegt vor allem daran, daß Nominativ und Akkusativ viel verwendet werden. Es ist nicht zwingend, daß sich ein Paradigma ausgleicht, aber es kann gut sein. Der Unterschied in Einzahl und Mehrzahl wäre immer noch eine Unregelmäßigkeit. Ich gehe davon aus, daß der Ausgleich, den ich für die Einzahl ansetze, nicht sehr früh entstanden wäre. Ansonsten wäre das /f/ zwischen den Vokalen dann wieder zu /v/ geworden. Ich habe die Formen, die dann entstanden wären, noch in Klammern daneben geschrieben. Das ‚m‘ im Akkusativ Mehrzahl habe ich wie es auch im Deutschen ist, zu ‚n‘ abgeschwächt. Im Codex Vindobonensis 795 sind Endvokale oft nicht abgeschwächt, aber das wäre mit der Zeit schon noch gekommen. Man sieht das auch am Krimgotischen, wo die Endung -en ganz häufig ist. Gotisch hatte früher -an. Dort heißt auch der Mond, ganz wie es zu erwarten wäre anstatt mêna mine. Nach der Namensliste der Buchstaben bei Wikipedia müßte sich die Endung -us zu -az entwickelt haben. Ich würde aber dennoch lieber -os verwenden, weil ich auch sonst /u/ durch /o/ ersetzen würde. Was ich hier schreibe ist auch nur eine von mehreren Möglichkeiten, wie sich das Gotische entwickelt haben könnte. Es haben sich auch vor mir Leute solche Gedanken gemacht, und einpaar von ihnen haben auch eigene gotische Dialekte abgeleitet.

Anmerkung zum Hülfszeitwort vorde im Däniſchen.

Anmerk. Dieſes Hülfszeitwort iſt zum großen Schaden der däniſchen Sprache, ſowohl im täglichen Leben als in neuern Schriften, aus dem Gebrauch gekommen, und nur noch in Bibelüberſetzungen und in der Kanzleiſprache üblich. Es verdient aufs neue aufgenommen zu werden, und zwar nicht allein von dem Dichter und in der höhern Proſa, ſondern überall da, wo es als ein ſubſtantiviſches Verbum mit einem Prädikatsobject in Verbindung geſetzt wird, z. B. Han vorder viſt ulykkelig, er wird gewiß unglücklich.

Däniſche Sprachlehre für Deutſche. Von Ludolph Herrmann Tobieſen, Doctor der Philosophie. Dritte Auflage, berichtigt und erweitert von J. P. Sternhagen. Altona, bei Johann Friedrich Hammerich, 1828. Seite 129.

Angefangene Themen. Incomplete topics.

Ich habe ja einige angefangener Themen, an denen ich lange nicht weitergearbeitet habe. Wenn ihr von etwas mehr wissen wollt, könnt ihr mir es gerne sagen.

I know I have some incomplete topics on which I haven’t worked in a long time. If you would like to know more about something you can tell me any time.

Voraussage übers Krankheiten-Erkennen.

Vorgestern, also am 16. Mai 2018 habe ich nebenher eine Sendung gesehen, wo anscheinend ein Mädchen den Menschen ihre Krankheiten ansehen konnte. Übrigens konnte es das dann nur einigermaßen. Mir war gleich eingefallen, daß in dreißig Jahren das alle Menschen können. Man hat da noch nicht vorgestellt, wie man es aufsgetestet hat. Meine Vorhersage ist also, daß in dreißig Jahren, also am 16. Mai 2048 alle Menschen von anderen Menschen sehen können, an was für Krankheiten sie gegebenenfalls leiden. Von sich selbst wahrscheinlich auch. Ich werde jetzt hin und wieder eine Voraussage tätigen.

Mentioning Russenorsk again.

In two thousand and seventeen (2017) I learnt a bit about Russenorsk and made tree posts about it. I shouldn’t learn Russenorsk now because I have many other things to do and I don’t feel much like it now. Russenorsk is half Russian half Norwegian. It was used mainly in the eighteenth and nineteenth centuries. Between one hundred and fifty and two hundred words are known. They are difficult to count because many of them have different varieties. I’m repeating myself because many people interested in Russenorsk won’t know German. The book on Russenrosk which I partly read is written in Norwegian. I think there should be added more words to Russenorsk to make it more useful. They can easily be picked from Russian and Norwegian. But one has to be careful to choose the right dialects. There is one dialect based trait I know it has, which is that unstressed Russian /o/ doesn’t sound like [a]. This is found in northern Russia.

Here are my other articles on Russenorsk, which are written in German. The article from the twentyth of July has a word list with Russenorsk, German and Norwegian.

https://warjapu.wordpress.com/2017/05/24/russenorsk/
https://warjapu.wordpress.com/2017/07/20/eine-lange-wortliste-fuer-russenorsk/
https://warjapu.wordpress.com/2017/09/16/aus-russenorsk-et-pidginsprak-i-norge/
https://warjapu.wordpress.com/2017/09/22/fast-dasselbe-wort-auf-russenorsk-und-essequibo-niederlaendisch/

Auß der Vorred zů ainer teütſchẽ Grammatica.

Mich hat aber hiezů/ ſonderlich was die kürtze vund ſubtiligkait des leſen lernens betrifft/ nit allain luſt vnd kurtzweil getriben/ ſonder das ſolches auch ain feine gabe Gottes iſt/ die man zů ſeiner ehre vilfältigklich brauchen kan vnd ſoll/ mit leſen/ ſingen vnd ſchreiben/ vñ ich wolt mir diſe meine arbait nit bas belonet ſchetzẽ/ dañ ſo etwa gotfürchtige vnd frũme menſchẽ/ diſe kunſt alſo lerneten/ vñ darnach zů Gottes ehre brauchten.

Dañ ob ſchon die böſe welt/ ſolchs auch/ wie alle gaben vnd Creaturen Gottes/ mer mißbrauchet/ vnd Got damit vnehret/ darumb es beſſer/ das ſy ſolches nit könten/ So könnens vnd wiſſens doch die frũmen Chriſten ſäligklich zůgebrauchen/ wie dañ allain dem rainen alles rain iſt/ vnd dem Gottliebenden alles zum beſten dienen můß.

Mein Kommentar dazu:
Auch wenn manche den Fortschritt zu bösen Dingen gebrauchen, ist Fortschritt ansich etwas gutes.

Ickelsamer, Valentin: Ain Teütſche Grammatica. A iiij