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Selbslautfolgen im Berbice-Niederländischen

Juni 11, 2016

Die unbetonten Selbstlaute /u/ und /i/ sind je nach Selbstlautfolge, je nach Wort, oder wahlweise unsilbisch. Jene, die immer unsilbisch sind, notiere ich als ⟨w⟩ oder ⟨j⟩, die anderen als ⟨u⟩ oder ⟨i⟩. (Kouwenberg 1992:280-281) Am Silbenanfang (Kouwenberg 1992:282) und zwischen Selbstlauten kommt immer /w/ und /j/.

/aɪ̯/ – ⟨aj⟩: Das /i/ ist nie silbisch.

/aʊ̯/ – ⟨aw⟩: Das /u/ ist nie silbisch.

/eʊ̯/ – ⟨ew⟩: Das /u/ ist nie silbisch. „The /eu/ sequence is always pronounced as [ew].“ (Kouwenberg 1994:628)

/oɪ̯/ – ⟨oj⟩: Das /i/ ist nie silbisch.

/’oi/ – ⟨oi⟩: Es kommt nur im Dialekt von Wiruni, im Wort goi vor. ↓/u’ei/

/uɪ̯/ – ⟨uj⟩: Das /i/ ist nie silbisch.

/’ei/ – ⟨ei⟩: Das /i/ ist meistens silbisch. Wenn es vom Suffix -te gefolgt würde, kann es wegfallen.

/’ou/ – ⟨ou⟩: Das /u/ ist meistens silbisch. Dieser Zwielaut kommt nur in trou vor. Wenn es vom Suffix -te gefolgt würde, kann es wegfallen.

/i’a/ – ⟨ia⟩: Das /i/ ist selten silbisch; in manchen Wörtern, wie in benjangga und kjama nie. Bei benjangga dürfte es daran liegen, /i/ und /a/ zu einer Silbe geworden sind. Bei kjama vermute ich, daß man sich die Luft für die vergleichsweise laute Lautfolge /ama/ aufspart.

/i’e/ – ⟨ie⟩/⟨iè⟩: Das /i/ ist selten silbisch.

/u’e/ – ⟨ue⟩/⟨uè⟩: Das /u/ ist selten silbisch. Dwesn, gwende, ástwele und gwei sind immer mit /w/. Mir fällt es schwer hierfür Gründe anzugeben. Bei dwesn könnte der Grund sein, daß schon das /n/ silbisch gewesen ist, und man in so einem kurzen Wort nicht mehr Silben haben wollte. Es kann aber auch sein, daß Silvia es zufällig nur mit /w/ gehört hat, weil es selten verwendet wurde. Die anderen drei sind mit /w/ einfach sehr angenehm auszusprechen. Es kann sein, daß es weitere Beispiele gebe.

/i’o/ – ⟨io⟩: Das /i/ ist meistens silbisch.

/u’ei/ – ⟨uei⟩/⟨wei⟩
Diese Abfolge kommt nur in gwei und duei vor. Im Dialekt von Wiruni sagt man goi und doj oder duj. Ich vermute, daß das /u/ von duei wegen der leichten Aussprache silbisch geblieben sei. Auf Kalaḅarịsch sagt man ḍụ́ẹ́ị́n.

/i’aʊ̯/ – ⟨iaw⟩
Diese Abfolge kommt nur in bakliaw vor.

(Kouwenberg 1992:280-281)

Folgende Worte haben ungewohnte Selbstlautfolgen:
masuá, hua, soari

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