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Erste Wortliste zum Lateinlernen

aquila, aquilae, f. – Adler
gossypium, gossypiī, n. – Baumwolle
ursus, ursī, m. – Bär
fāgus, fāgī, f. – Buche
quercus, quercī, f. – Eiche
ferrum, ferrī, n. – Eisen
edere – essen
īre – gehen

Selbslautfolgen im Berbice-Niederländischen

Die unbetonten Selbstlaute /u/ und /i/ sind je nach Selbstlautfolge, je nach Wort, oder wahlweise unsilbisch. Jene, die immer unsilbisch sind, notiere ich als ⟨w⟩ oder ⟨j⟩, die anderen als ⟨u⟩ oder ⟨i⟩. (Kouwenberg 1992:280-281) Am Silbenanfang (Kouwenberg 1992:282) und zwischen Selbstlauten kommt immer /w/ und /j/.

/aɪ̯/ – ⟨aj⟩: Das /i/ ist nie silbisch.

/aʊ̯/ – ⟨aw⟩: Das /u/ ist nie silbisch.

/eʊ̯/ – ⟨ew⟩: Das /u/ ist nie silbisch. „The /eu/ sequence is always pronounced as [ew].“ (Kouwenberg 1994:628)

/oɪ̯/ – ⟨oj⟩: Das /i/ ist nie silbisch.

/’oi/ – ⟨oi⟩: Es kommt nur im Dialekt von Wiruni, im Wort goi vor. ↓/u’ei/

/uɪ̯/ – ⟨uj⟩: Das /i/ ist nie silbisch.

/’ei/ – ⟨ei⟩: Das /i/ ist meistens silbisch. Wenn es vom Suffix -te gefolgt würde, kann es wegfallen.

/’ou/ – ⟨ou⟩: Das /u/ ist meistens silbisch. Dieser Zwielaut kommt nur in trou vor. Wenn es vom Suffix -te gefolgt würde, kann es wegfallen.

/i’a/ – ⟨ia⟩: Das /i/ ist selten silbisch; in manchen Wörtern, wie in benjangga und kjama nie. Bei benjangga dürfte es daran liegen, /i/ und /a/ zu einer Silbe geworden sind. Bei kjama vermute ich, daß man sich die Luft für die vergleichsweise laute Lautfolge /ama/ aufspart.

/i’e/ – ⟨ie⟩/⟨iè⟩: Das /i/ ist selten silbisch.

/u’e/ – ⟨ue⟩/⟨uè⟩: Das /u/ ist selten silbisch. Dwesn, gwende, ástwele und gwei sind immer mit /w/. Mir fällt es schwer hierfür Gründe anzugeben. Bei dwesn könnte der Grund sein, daß schon das /n/ silbisch gewesen ist, und man in so einem kurzen Wort nicht mehr Silben haben wollte. Es kann aber auch sein, daß Silvia es zufällig nur mit /w/ gehört hat, weil es selten verwendet wurde. Die anderen drei sind mit /w/ einfach sehr angenehm auszusprechen. Es kann sein, daß es weitere Beispiele gebe.

/i’o/ – ⟨io⟩: Das /i/ ist meistens silbisch.

/u’ei/ – ⟨uei⟩/⟨wei⟩
Diese Abfolge kommt nur in gwei und duei vor. Im Dialekt von Wiruni sagt man goi und doj oder duj. Ich vermute, daß das /u/ von duei wegen der leichten Aussprache silbisch geblieben sei. Auf Kalaḅarịsch sagt man ḍụ́ẹ́ị́n.

/i’aʊ̯/ – ⟨iaw⟩
Diese Abfolge kommt nur in bakliaw vor.

(Kouwenberg 1992:280-281)

Folgende Worte haben ungewohnte Selbstlautfolgen:
masuá, hua, soari

Berbice-Niederländisch-Chat

Jetzt gibt es einen Berbice-Niederländisch-Chat.
Now there is a Berbice Dutch Chat.

http://webchat.freenode.net/?channels=#%23folksprak

Der Kanal heißt ##berbice-dutch
The channel’s name is ##berbice-dutch

Die Vokale im Berbice-Niederländischen

Berbice-Niederländisch hat fünf einhalb Vokalphoneme. Es sind deshalb fünf einhalb, weil der Unterschied zwischen /e̙/ und /e̘/ nur selten phonemisch ist. Von der Lautbildung her unterscheiden sie sich dadurch, daß /e̙/ mit rückverlagerter Zungenwurzel gesprochen wird. Dadurch hört es sich ähnlich an wie [ɛ], und wird meist so notiert. Das /e̘/ hingegen ist ein gewöhnliches [e]. Diese Unterscheidung gibt es vor allem in afrikanischen Sprachen. Im Berbice-Niederländischen kann der gleiche Vokal sehr verschieden ausgesprochen werden. Deswegen ist es schwer zu sagen, welches Phonem man gerade hört. Wenn man die Tabelle Zeile für Zeile durchsieht, erkennt man, daß sich die möglichen Aussprachen der Phoneme überlappen.

/u/

[u]

[ʊ]

[o]

[ə]

/o/

[ʊ]

[o]

[ɔ]

[ʌ]

[ə]

/a/

[ʌ]

[a]

[ə]

/ɛ/

[]

[ə]

/e/

[]

[ɪ]

[ə]

/i/

[ɪ]

[i]

[ə]

Silvia Kouwenberg, Berlin 1994. A Grammar of Berbice Dutch Creole. Seite 281–282.

Wegen den neuen Wörtern für Berbice-Niederländisch

Derzeit möchte ich die Abteilung ‚Neue Wörter für Berbice-Niederländisch‘ nicht erweitern, weil ich lieber einpaar Einträge auf ein Mal mache, als viele kleine. Ich habe jedoch vor einer Weile ein Google-Dokument angelegt, wo ich ohne Kommentare neue Wörter eintrage. Wer Zugang zu dem Dokument möchte, kann es mir hier schreiben. Inzwischen bin ich dazu übergegangen, auch Wörter aufzunehmen, die nicht im besonderen einen guianischen Bezug haben. Man kann mir auch Vorschläge für Wörter machen, die benötigt werden könnten. Die Liste ist mehrsprachig.

Vorschau für auf Berbice-Niederländisch übersetzte Sprichwörter

Ich übersetze einige Gedichte von Negerholländisch und Surinamisch auf Berbice-Niederländisch. Eines ist auch aus dem guianischen Englisch. Weil ich nicht bis zum Ende warten will, zeige ich euch die, die ich schon habe ohne Original und ohne deutsche Übersetzung. Ich nehme mir vor meine Übersetzungen später noch zu überarbeiten.

Ašu baku fungru, si stati sere. (Wullschlägel:302#27)
Kiki, kiki! Ba fungru ka. (Wullschlägel:303#30)
Banana muti ba kofi ka, an kofi muti ba banana ka. (Wullschlägel:304#47)
Ju suku jefi brai banana? Ju mu brandi ju fingri. (Wullschlägel:304#48)
Babiana bifi; ori doto ka, ori ma jefi jari. (Wullschlägel:304#53)
Pote muni bifi: Kiki ju atri, ju ma kik en gutu. (Wullschlägel:304#58)
Ju pele mete kali hondo, o ma taba ju bibi. (Wullschlägel:308#129)

Wete hondo jefi wete hondo kane. (Devonish&Thompson:51#1)

Pudi nimi wasutu bom pi tandi, ori tandi ingabom ka. (Schuchardt:133#8)
Ašu gui en sten hoganga, di sa falu ju tibi bofu. (Schuchardt:133#3)

Oboko suku haba, haba kasi ori. (Pontoppidan:135#2)
Oboko bifi: èk kan *sweri pi èk airi, *ma pi èk *kíkingi kane. (Pontoppidan:135#7)
Kaikutsi bangi slangri ka, slangri bangi kaikutsi ka. (Pontoppidan:135#13)

Die ganz Neugierigen können sich hier die Übersetzungen suchen:

Heinrich Wullschlägel 1856
https://archive.org/stream/bub_gb_HhkOAAAAIAAJ#page/n313/mode/2up

Hubert Devonish und Dahlia Thompson 2013
The Survey of Pidgin and Creole Languages, Band 1

Hugo Schuchardt 1914
http://www.dbnl.org/tekst/_tij003191401_01/_tij003191401_01_0012.php

Erik Pontoppidan 1881
http://www.auburn.edu/~gramban/pont1ori.htm

Weil es nur ein Satz ist, und weil man nicht so gut nachsehen kann, gebe ich das guianisch-englische Original des Sprichworts mit den weißen Hunden einfach so:

wait daag no nyam wait daag.

Die altoeveel fraai Ananas.

Die altoeveel fraai Ananas ben na deeſe Eyland ſender billig na Hoes, en groei dikwils na heel wild Plek tuſchen groot Steen moeſimaal. Die gout-geel Koleur van ſi riep Vrucht, die wees maak mooi met groen Top, en omgie met lang ſmaal Blaaren, giev em kik goe mooi Aanſkien. Een Soort gliek een Schukker-Hoet; maar die ander loop toe meer wenig ſkerp, en Volk geloov die ben beeter. Die Vrucht ben tee na die Top ſes tot negen Duum hoog. Sie Reuk en Geſmaak maak em wees eſtimeer meer as allemaal ander Vrucht ſender. Deeſe ben ſoet, beetje ſchuur, gliek as Wien, en gliek as Specery; hab een Goed van Muſkaat, van Perſke, van Renette en fraai riep Kamina-Aardbeer met Schukker en Wien aangemaakt, en daartoe een aangenaam Goed wat no kan noem. Em bin gliek geſond, as die proev fraai. Em ſterk die Maag, help Jeet-Pleſir, verkoel die Bloed, en maak allert. Volk vermeer em door Kind van die Plant; maar word voor die die Top gebrukt, ſoo die duur twee Jaar, voor em maak riep ſi Vrucht, derwil die geſkied met die Kind na een. Wanneer em ka vervoel deeſe Sin van die Natuur; em le dood, ſonder kom groen weeraan.

Viele Ausdrücke sind so im Wörterbuch. Altoeveel fraai ist dort die Übersetzung von ‚vortreflich‘ und maak mooi von ‚zieren‘. Es gibt keinen Eintrag für ‚Blatt‘. Darum habe ich Blaaren aus ‚Die Niewe Teſtament‘ genommen. Die Einzahl könnte Blaar sein. Auch Aanſkien habe ich aus dieser Übersetzung des Neuen Testaments. Duum habe ich zwar nirgends gefunden, aber da ‚Raum‘ Ruum ist, müßte es so stimmen. Perſke ist Afrikaans und Renette Deutsch. Kamina bedeutet ‚Feld‘, Aarde ‚Erde‘ und Beer ‚Beere‘. Aangemaakt ist einfach Holländisch, aber mit einem zweiten ‚a‘ in der ersten Silbe. Alles habe ich nicht aufgezählt.